Liebe Teilnehmer*Innen,
mit diesem letzten Rundbrief in 2023 will ich mein Hauptmerk auf unsere geförderten Projekte legen. Über die niedersächsische Umweltstiftung haben wir in 2023 für vier Projekte Fördermittel mit einem Gesamtvolumen von rund 7.500,- € bewilligt bekommen. Ohne solche Stiftungen wären Maßnahmen dieser Größenordnung nicht möglich.
Es macht zwar viel Arbeit mit Antragsstellungen, Kostenerfassung, Abrechnungen, Abschlussbericht mit Fotos, Presseberichte u.v.m.
Ein Projekt war unter anderem ein Entlastungsschnitt für unsere etwas in Schieflage geratene alte Eiche. Der Landkreis Göttingen, der die Maßnahme auch finanziell unterstützt, hatte den Baumgutachter ausgesucht, der auch den Rückschnitt vornahm.
Mittels Hubsteiger, Seiltechnik und Handsägen (!) wurden die Kronenäste ein gekürzt. In diesen mächtigen Kronenwald sich zu bewegen scheint für mich ein besonderes Erlebnis zu sein (wenn ich nur jünger wäre).
Das Kronengesicht weitgehend bewahren, dennoch für Entlastung zu sorgen war unser Anspruch. Auf dem Bild vielleicht auch schon zu erkennen, dass die Neigungsseite stärker entlastet wurde. Auch wurde das vielfältige Totholz in der Krone belassen für spezielle Insekten, verschiedene Spechtarten die hier“hämmern“ können, Höhlen für Nachmieter bauen.
Das angefallene Schnittgut sollte noch weggeräumt werden. Wer kann sich am 28. Dezember so ab 13.30 Uhr mal für zwei Stunden frei nehmen und mithelfen die Äste weg zu räumen? Bitte mal melden!!
Dazu ein umfassender Zeitungsbericht in der HNA.
Seit Jahrzehnten gibt es Naturschutzgruppen, die im praktischen Naturschutz / Artenschutz tätig sind. Diese Einsätze sind vielfältig, oft mühselig aber notwendig im Bereich der Biotoppflege. Der gestellte Maschineneinsatz ging meist von privater Hand aus. Vor zwei, drei Jahren gab es ein Umdenken in der Fördermittel Struktur von Stiftungen und es werden nun zur Biotoppflege notwendige Ausrüstungen gefördert. Wir haben vom Verein aus für Hartmut und Marcus diesbezüglich Fördermittel beantragt für Schutzausrüstung, Ausbildung im Forstbereich mit Prüfung und Sägeschein. Herzlichen Glückwunsch!
Sägearbeiten kommen immer wieder mal vor und so sind wir gut vorbereitet und abgesichert.
(Foto Hartmut)
Unter dem Antragstitel „Blühendes Schedetal II“ bei der Umweltstiftung wurden rund 1.500,- € für verschiedene Bäume und Sträucher bewilligt. Wie schon in den Jahren davor werden wir mit der „Anpflanzung kunterbunt“ das Bührener Schedetal weiter bereichern. Die unter Vorgaben bestellten Gehölze bei einer Baumschule in der Region konnte ich Ende Oktober abholen. Sie liegen eingeschlagen im Schutzgebiet und warten auf einen Einpflanztermin im Januar 2024.
Auch diese Kraniche wurden vom Wintereinbruch überrascht und zogen Anfang Dezember noch schnell Richtung Süden weiter. Es könnte ja noch kälter werden.
War das nicht einfach wunderbar, endlich mal ein Paar Tage Schnee und Frost. Zeit für lange Spaziergänge durch verschneite Landschaft. Zeit zum tief durchatmen, Herz und Seele einfach mal genießen lassen.
Auch der Gang durch den „Feen Tunnel“ war ein Erlebnis für sich. Ab und zu habe ich was wispern gehört und ich meine so kleine weiße Schneeanzüge mit roter Zipfelmütze durch das Geäst huschen zu sehen. Oder waren es doch nur ein Trupp Schwanzmeisen die durch das Geäst turnten und nach Nahrung suchten.
Ach, einfach fest dran Glauben.
Mit diesem Winterbild will ich mich für dieses Jahr von allen Teilnehmern*Innen verabschieden. Ein herzliches Dankeschön senden an alle die uns unterstützen, dabei sind um unsere gemeinsamen Ziele weiter zu fördern. Dankeschön auch für manch positive Rückmeldung.
Allen wünsche ich eine friedliche und besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Rutsch in das neue Jahr 2024. Setzten wir uns weiter für eine friedliche Welt, für unsere demokratischen Werte, Zuhause, in Europa und der ganzen Welt ein. Nicht zu vergessen, der dramatische Klimawandel, der mir große Sorgen und Ängste bereitet für nachkommende Generationen.
Euer HJH