Jahrgang 2022

22.12.2022

Liebe Teilnehmer*Innen,

zum Jahresausklang hatte der Winter unsere Landschaft mit Schnee und Eiskristallen verzaubert. Es war herrlich bei Sonnenschein spazieren zu gehen und die glitzernde, weiße Winterlandschaft auf sich wirken zu lassen. Dazu ein paar Bilder mit kleinem Rückblick:

Im zurückliegenden Jahr konnten wir durch verschiedene kleine und größere Maßnahmen das Schutzgebiet für Flora und Fauna weiter aufwerten und für Besucher*innen den Lerneffekt „Lebensraum Natur“ interessanter gestalten.Dieser aktivierte Naturteich wird von einer Quelle gespeist und führt fast ganzjährig Wasser. Von diesem Stillgewässer profitieren insbesondere verschiedene Libellenarten, Erdkröte, Grasfrosch und viele andere Tiere. Ein weiterer Mosaikstein im Bührener Schedetal.

Die alles weitgehend überragende „Drillings-Eiche“am unteren Weg, hat sich farblich etwas abgesetzt. Links und rechts der Eiche gibt es noch Bereiche mit Stacheldraht vom ehemaligen Weidezaun. Wechselnde Tiere können sich dabei erheblich verletzen, deshalb sollten wir den Draht Anfang des Jahres mal entfernen.

Bei dieser, zurzeit überzuckerten Eiche habe ich es schon öfter mal genossen, in den Abendstunden unter dem weit ausladenden Blätterschirm, zeitlos die Stimmung wirken zu lassen.

Verzaubert soll auch der Tunnel am unteren Weg sein, der beim Durchgehen schon etwas Mystisches hat. Kinder hatten berichtet, dass in dem Tunnel gute Feen wohnen. Ja doch, ich glaube auch an die guten Feen, denn nach dem Durchgehen lösen sich Gedankenwolken und der Frohsinn, das Positive überwiegt. Probiert es mal aus

Diese Zwergfledermaus, ein diesjähriges Jungtier, flog vor drei Tagen durch unseren Hausflur. Zwerge überwintern auch in oder an Gebäuden. Bei anhaltendem Frost wird es doch zu kalt und sie werden wach und suchen dann frostfreie Quartiere. Den hat sie dann bei uns in der Stube gefunden. 

In diesem Handschuh, den ich aus Hann. Münden abgeholt habe, hatte sich eine Fledermaus zum winterschlafen verkrochen.

Sie wollte einfach nicht freiwillig herauskommen. Mit der Schere habe ich dann den bewohnten Handschuhfinger vorsichtig abgeschnitten.

Jetzt kommt der Finger erstmal in eine Box und dann warte ich einfach mal ab, wann sie ihren Finger verlässt. Es werden manchmal schon sehr kuriose Schlafplätze ausgesucht.

Auf unser harmonischen und gut besuchten JHV wurde das vergangene Jahr nochmal zurückverfolgt und für durchaus positiv bewertet.

Wir bekommen eine neue Webseite und die ausgegangenen Flyer werden etwas umgestaltet und neu bestellt. Hartmut hatte vorgeschlagen, er wolle Möglichkeiten finden, um hier regional und wirkungsvoll dem Eisvogel Bestandssicherheit zu geben.

Im Frühjahr werden wir einen öffentlichen Obstbaumschnitt im Schutzgebiet durchführen. Dieser Lehrgang wird entweder Vormittags oder Nachmittags stattfinden und so um die drei Stunden dauern. Termin wird frühzeitig bekannt gegeben.

Wie jedes Jahr planen wir wieder eine öffentliche Rundwanderung durch das Bührener Schedetal, mit einem möglichen Termin im Spätsommer.

Auf der JHV hat sich der Vorstand nochmal ausdrücklich bei Klara und Martin für ihren Einsatz bei der Baumbewässerung bedankt. Ein kleines Geschenk als zusätzliche Anerkennung hat der Vorstand persönlich überreicht.

Ja, dann suchen wir Dich, Euch, die unseren örtlichen Verein mit einer Mitgliedschaft verstärken wollen, die auch aktiv in und mit der Natur im Schutzgebiet arbeiten wollen. Ob allein, oder zu zweit oder in der Gruppe, es sind oft die Kleinigkeiten, die erledigt werden müssen, um besonders den Rundweg nachhaltig zu erhalten und zu fördern. Wir freuen uns auf Dich, auf Euch!

Zum Ende des Jahres möchte ich mich bei allen Aktiven und Unterstützer*innen ganz herzlich bedanken und hoffe, dass wir uns im nächsten Jahr bei der einen oder anderen Aktion im Schutzgebiet Bührener Schedetal gesund wieder sehen.

Ein frohes Weihnachten und viel Glück, Erfolg und vor allem Frieden auf unserem Planeten für das neue Jahr wünscht Euch allen, Euer Vorstand.  HJH

23.11.2022

Liebe Teilnehmer*Innen,

es gibt zurückliegend von Einsätzen im Schutzgebiet zu berichten und was noch so aufgefallen ist.

Im Oktober haben wir zu einem Einsatz im Schutzgebiet aufgerufen. Es sollten die im Gewässerrandstreifen angepflanzten Gehölze vom überwiegenden Bewuchs der Brennnesseln befreit werden. Gefreut haben wir uns über acht einsatzfreudige Teilnehmer*Innen.

So kurz nach dem Beginn der Aktion war noch bei allen die Freude an der Arbeit in der Natur zu sehen. Foto von der Natur-Fotografin Margitta Hild, sowie auch der nachfolgende Presseartikel in der HNA.

Wie immer gibt es bei uns nach getaner Arbeit eine Stärkung in Form von Kaffee und selbst gebackenen Kuchen. Auch der Austausch untereinander war ein belebender Teil vom Nachmittag.

Neben weiteren kleinen Pflege-Aktionen im Schutzgebiet wurde noch ein Jahresbaum ersetzt. Etwas mühsam war die lange Anfahrt mit der Schubkarre, um den Pflanzort zu erreichen. Isabell und Sabine begannen dann beherzt mit dem Ausheben einer Pflanzgrube.

Nachdem wir noch Fegeschutz um die Kiefer angebracht hatten, freuten wir uns über die gelungene Aktion im Schutzgebiet.

Seit ein paar Wochen hat Marcel seine Schafe auf unsere „Problem-Weide“ gestellt und die Weide abschnittsweise gezäunt.

Das Ergebnis der Nachbeweidung, auch im Hangbereich, ist sehr gut. In den letzten Jahren waren immer so fünf Rinder auf der Gesamtfläche und das Ergebnis war verheerend. Das Gras wurde meist nur runter getreten, weniger gefressen, Disteln, Brennnesseln, Heckenrose und Schwarzdorn breiteten sich immer weiter aus und von dem Grünland war nicht mehr viel zu sehen. Langfristig sollte eine Schafbeweidung unser Ziel sein.

Hier werden wir bei einem Rundgang neugierig belauscht.

Pause muss auch mal sein.

Herbststimmung im Schedetal.

Bei einen meiner Wanderungen kam ich gut ins Gespräch mit einem freundlichen, aber etwas knorrig aussehenden Herrn.

Eine schöne Adventszeit wünscht Euch allen HJH

15.10.2022 – Pflegemaßnahmen

Liebe Teilnehmer*Innen,
nach der „Sommerpause“ wollen wir mit Pflegemaßnahmen im Schutzgebiet Bührener Schedetal starten.
Erster Termin ist Samstag, der 15. Oktober. Beginn 13.30 Uhr. Treffpunkt an der Sitzgruppe im unteren Schedetal.
Wir wollen gemeinsam die weitgehend mit Brennnesseln zu gewachsenen Anpflanzungen im Gewässerranstreifen
etwas freilegen. Bei der Tätigkeit sind Handschuhe, festes Schuhwerk und geschlossene Kleidung angebracht.
Nach der Aktion können wir uns bei Kaffee, Kuchen stärken und austauschen.
Bei Regen fällt die Aktion aus und wird verschoben.
Zur besseren Planung bitte ich bei Teilnahme um Rückmeldung per Mail bis 10. Oktober.
Im Übrigen unterstützt der Landkreis Göttingen unsere Landschafts-Pflegemaßnahmen mit 400,- €.

Über eine rege Beteiligung freut sich der Vorstand. HJH

Liebe Teilnehmer*Innen,
mit ein paar Bildern und kurzen Texten möchte ich rückblickend berichten.
Letzten Monat ließ mich ein Anruf erst mal spontan hinsetzen. Mir wurde mitgeteilt, dass uns für die weitere Entwicklung unseres NABU Schutzgebietes Bührener Schedetal eine Geldspende in Höhe von 1.000,- € zur Verfügung steht.
Mit einem herzlichen Dankeschön verbunden, konnte ich die sehr erfreuliche Mitteilung erst etwas später realisieren. Sehe es auch als Anerkennung und Wertschätzung unserer bisherigen Arbeit im schönem Bührener Schedetal an.
Richtig passend konnten wir davon gleich noch fünf fehlende Baum-Info-Schilder erwerben und anbringen.

Zurück liegend wurden noch Wurzelausschläge an Wegbereichen ausgemäht und die Anpflanzungen u.a. auf notwendigen Verbissschutz kontrolliert, ggf. auch neu angebracht.
Erfreulicherweise hatten sich im letzten Jahr sehr viele Schwarzerlen ausgesät zur weiteren Verpflanzung.
Hier transportieren wir ca. 40 ausgegrabene Schwarzerlen zum Projekt „Erlenauenwald“, um sie dort einzugraben.

Beim letztem Kranichzug, einem sehr stürmischen Donnerstag, wollte dieser Jungkranich nahe der B3 bei Volkmarshausen wohl landen um neue Energie zum Weiterflug zu speichern. Dabei kollidierte er mit einem LKW und blieb verletzt liegen. Der Fahrer kümmerte sich um Hilfe und über die Stadtförsterin kam der Kranich dann in den Abendstunden zu uns.
Da es im Landkreis aus meiner Sicht keine entsprechende Pflegestation gibt, habe ich beschlossen, den Kranich in die Wildtierklinik nach Hannover zu bringen. Sabine und ich haben das Tier zur Beruhigung bei der Fahrt in einen Sack mit Ausblick gesteckt.
Die eingehende Untersuchung dort hatte dann leider eine Rückenfraktur ergeben und das Tier musste eingeschläfert werden

Seit gut 14 Tagen habe ich eine Zwergfledermaus zur Pflege. Sie hatte sich ein Rolltor als Schlafplatz ausgesucht und wurde nach dem Öffnen verletzt aufgefunden. Leider hat sie einen Flügelbruch und wird nie wieder fliegen können.

Kopfbaumgesichter sehen immer sehr skurril aus und mit etwas Fantasie sind auch deren Strukturen zu erkennen. Diese Kopfbaumgruppe steht am Thielebach zwischen Volkmarshausen und Gimte und wurde jahrelang von uns gepflegt und dadurch erhalten.
Erfreulicherweise hat dann die Stadt Münden diese notwendige Arbeit übernommen.

Hecken sterben, Arten sterben, Landschaftssterben. Dem Hecken-Rest gebe ich noch ein Jahr
Da wird uns oft nörgelnden Naturschützer häufig vermittelt: „Naturschutz und Landwirtschaft geht nur zusammen“

Erfreuliches dagegen vermitteln hier im oberen Schutzgebiet die Frühjahrsblüher neben einem kleinen Bachlauf.
Ein Rundgang, begleitet von Buschwindröschen, Schlüsselblume, Veilchen und Co. kann zu dieser schrecklichen Kriegszeit etwas Balsam sein.

Der Angriffskrieg belastet schon schwer und hemmt im Alltagsgeschehen. Wie ist so was noch möglich und wann endet dieses Verbrechen. Fragen ohne Antworten.
Bei Interesse können wir im Sommer gemeinsam mit einer kleinen Wanderung durch das Schutzgebiet verschiedene Aktivitäten kennenlernen und an der Sitzgruppe bei Kaffee und Kuchen etwas verweilen.
Ich freue mich auf Euch und wünsche allen eine schöne Zeit. HJH

20.7.2022

Liebe Teilnehmer*Innen,
so zwischendurch mal ein paar Bilder, kurze Texte in einer etwas turbulenten Zeit.

Ja, wie geht es denn jetzt weiter und wer versorgt mich, mag dieser gerade aus dem Nest geflogene Hausrotschwanz so denken, als er nur drei Meter neben uns Platz nahm. Wird schon gut gehen, deine Eltern werden dich noch etwas begleiten, war unser Gedankenspiel.

Aufgesammelt in Göttingen von der Göttinger Berufsfeuerwehr wurden die beiden Jungfalken zu uns gebracht.
Oft ungewollt, aber sehr neugierig auf das neue da Draußen, so werden die ersten Flugsekunden ins nahe Ungewisse gemacht. Meist abrupt landet dann so ein Falke nicht unweit vom sicheren Neststandort auf dem Boden. Zwischen Häusern mit dauernden Störungen geht das meist nicht gut. Das Beste die Tiere einfangen und wieder in das Nest setzen, was oft nicht gelingt, weil zu hoch oder unbekannt.
Diese beiden drücken sich ängstlich in die Ecke und warten darauf, was noch so mit ihnen geschieht.
Das waren aber nicht die einzigen gebrachten Turmfalken. Manchmal konnte ich telefonisch die Rückkehr in sein Nest regeln.

Unsere fünf Hausfalken sind auch schon bereit auf das Abenteuer Leben.
In den letzten Tagen drängen sie immer nach vorn zum Platz an der Sonne. Dazu wurden die gebrachten, schon flugfähigen Jungfalken mit in den Falkenkasten gesetzt. Zusätzlich haben wir noch Futter in den Kasten gelegt, um die Elterntiere etwas zu entlasten.

All überall auf den Tannenspitzen sah ich reichlich Turmfalken sitzen. Innerhalb von zwei Tagen waren die 7 Turmfalken ausgeflogen und bettelten im nahen Umfeld die gestressten Elterntiere an. Wie viel Tannenspitzen sind besetzt?

Auch diese beiden kleinen Zwergfledermäuse waren zu früh aus ihrem Quartier geklettert und wurden auf dem Boden aufgefunden. Auch hier oberstes Gebot, erst mal zurück in das Quartier, was oft nicht gefunden bzw. schwer erreichbar ist.
Mit Spezialmilch versuchen wir dann die Tiere groß zu bekommen. Die Erfolgsaussicht erhöht sich, wenn es zwei sind, dann wird gekuschelt und gegenseitig gewärmt, fast wie bei Muttern. Wofür Kronkorken noch gut sind.

Wenn wir schon mal in das NABU Schutzgebiet einladen, so wie letzten Sonntag, dann ist die Hütte voll.
Über 30 Teilnehmer*innen wagten sich bei Sonnenschein, mit kühlendem Wind auf die ca. 4 km lange Strecke.
Begrüßen konnte ich auch den ersten Vorsitzenden vom NABU Northeim mit Anhängern und den ersten Vorsitzenden vom NABU Göttingen.
Lauter NABU Prominenz.

Bislang standen unsere Pfosten mit den Schwarzstorchschildern am Rundweg gut zwei Jahre unbeschadet. Aber vor wenigen Tagen wurde beim Schreddern der Hecke und des Seitenstreifens am Weg das Hinweisschild gleich mit zerkleinert.
Wohl übersehen.

Unter der einladenden Uralt Eiche haben wir eine gesponserte Bank aufgestellt. Hier noch bei den vorarbeiten.

Nach getaner Arbeit Albert beim Probesitzen.

Gebäudeartenschutz mit dem Landkreis Göttingen. Vor wenigen Tagen hatte mich das Gebäudemanagement vom Landkreis damit beauftragt,
10 Gebäudeobjekte im Bereich der Stadt Münden auf mögliche Artenhilfsmaßnahmen zu untersuchen. Gebäude wie Schulen, Turnhallen und ähnliche Objekte habe ich dann genau unter die Lupe genommen, wo ggf. was für Fledermäuse, Mauersegler und Co. gemacht werden kann.
So wie hier an der Drei-Flüsse-Realschule werden, mit grün markiert, zwei Mauerseglerkästen angebracht. Insgesamt bekommt die Schule 10 Nisthilfen angebracht. Die markierten Bilder der einzelnen Objekte sende ich dem Landkreis und dann läuft das.
Schon in Göttingen wurden nach meinem Antrag vor ca. vier Jahren beim Kreisumweltausschuss Schulen und Turnhallen bestückt. Auch hatte ich dabei gefordert, soziale Einrichtungen oder Schulen mit dem Bau der Nistkästen zu beauftragen, was auch befürwortet wurde.
Eine erfolgreiche Aktion, hätten die ja mal selbst drauf kommen können.

Eine schöne Zeit trotz der Hitze wünscht euch HJH

9.6.2022

Liebe Teilnehmer*innen,
kurzes und knappes aus den letzten Wochen.
Die Schwalben in Bursfelde an der Scheune haben uns weiter beschäftigt. Nach unserer Eingabe wurde ein sofortiger Baustopp verhängt. Unsere Forderung nach Gerüstabbau, bzw. die obere Etage, damit die Schwalben einen etwas besseren Anflug zum Nest haben verzögerte sich um gut eine Woche. In ihrer Not beflogen die Mehlschwalben umliegende Häuser, um ggf. dort ihre Nester bauen zu können.
Mitte Juli will man sich Vorort treffen, um über die Verlängerung des Baustopps zu verhandeln!!!!
Die Schwalben, die ihre alten Nester an der Scheune nutzten, werden sicherlich noch nicht auf dem Herbst-Zug in den Süden sein.
Erst nächstes Jahr werden wir sehen, wie der Gerüstschock sich auf die Population ausgewirkt hat, denn meine zeitnahe Beobachtung zeigt deutlich weniger Schwalbenbetrieb.

Ein großer alter Baumstamm auf einem Kindergartengelände war nicht nur für die Kinder interessant, sondern auch ein Hummelvolk hatte sich im schon sehr morschen Teilbereich eingenistet. Nachdem Kinder gestochen worden sind, ging es darum, eine gute Lösung auch für die Hummeln zu finden. Der Bereich wurde erst mal abgesperrt und ich wurde gebeten mich darum zu kümmern. Vorort schaute ich mir den Neststandort an und kam zur Überzeugung, dass eine Umsiedlung möglich ist. Am Abend stellte ich einen Umsiedlungskasten neben den Nestbereich und mit Schutzanzug und Handschuhen legte ich das freigelegte Nest mit ein paar Hummeln in den Kasten. Nicht gerade erfreut waren die Hummeln
was sich durch ein paar Stiche durch die Handschuhe bemerkbar machte. Immer mehr Hummeln beflogen ihr Nest im Kasten, den ich bis zum nächsten späten Abend dort stehen ließ. Im Bild links unten ist der Nistbereich mit zwei Hummeln zu sehen.

Den Kasten mit den Hummeln stellte ich bei uns im Garten zwischen Beinwell Pflanzen und öffnete am nächsten Morgen sehr früh das Flugloch.
Es dauerte nicht lange und die ersten Tiere zeigten sich, prägten sich mit kleinen Runden vorm Kasten ihren neuen Standort ein und ab ging es in die Nahrungspflanzen. Diese Umsiedlung war relativ einfach zu händeln und ich gehe davon aus, dass über 90 % der Tiere mit umgezogen sind. Nicht alle kommen am späten Abend zurück in ihr Nest und übernachten geschützt woanders. Diese Spätheimkehrer lösen sich nach ein paar Tagen vom ehem. Standort. Grundsätzlich sollte eine Erhaltung der Insektennester immer eine tragende Rolle bei Problemen mit spielen.

Dieses Mausohr hatte eine Katze ihrem Besitzer vorgelegt, was schon sehr ungewöhnlich war. Es kommt schon häufig vor, aber meist sind es die kleineren Arten, die dann nicht überleben. Mit gut 40 g Gewicht und einer Spannweite von 40 cm ist das Mausohr einer unserer größten Arten.
Nach ein paar Tagen Pflege wurde das Tier wieder frei gelassen.

Der NABU Northeim hat dem NABU Schutzgebiet Bührener Schedetal 15 Wassersäcke für unseren Baum und Naturlehrpfad zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank für eure Unterstützung.
Die ersten drei Säcke wurden schon angebracht und befüllt. Bislang sind die Bäume mit dem wenigen Regen ganz gut zurechtgekommen. Der Witterung entsprechend werden wir insbesondere die Neuanpflanzung mit den Wassersäcken ausrüsten.

Der NABU Northeim hat uns auf Reise geschickt und so sind Bernhard und ich zu einem zwei Tage Seminar nach Tangermünde gefahren.
Das spezielle Thema war Beweidung von Feuchtwiesen im Naturschutzgebiet Mahlpfuhler Fenn unter der Berücksichtigung des Breitblättrigen Knabenkraut. Auf dem unteren Bild: die meisten der Teilnehmerrunde bei der Exkursion im Gelände.

Die Orchidee hat sich durch geschicktes Beweidungskonzept wieder gut verbreitet.

Neben Exmoor Ponys beweiden noch 30 Bullen und Wasserbüffel die unterschiedlichen Flächen im Naturschutzgebiet. Die Tiere leben das ganze Jahr draußen und sind im Allgemeinen sehr scheu.
Exmoor Ponys sind britische Kleinpferde, die besonders in Südwestengland frei in den Mooren eingesetzt werden.

Es dauerte gut 15 Minuten, dann hatte die Neugier doch gesiegt und die Ponys kamen immer näher und wir beschnupperten uns gegenseitig.
Tangermünde und das Naturschutzgebiet Mahlpfuhler Feld ist schon eine Reise wert.

Bei den Neuanpflanzungen zum mulchen mal ohne PS unterwegs mit diesem faltbaren Handwagen. Wollte meinen CO ² Fußabdruck verbessern.

Entspannt bei einem Rundgang entlang des angelegten Baum- und Naturlehrpfades die Landschaft und Ruhe genießen.

Und dann gab es zu meiner großen Überraschung noch eine Auszeichnung vom NABU Landesverband.
Die Ehrennadel in Gold überreichte mir Bernhard auf der JHV vom NABU Northeim.
Über 40 Jahre Naturschutz, dazu ein kurzes Resümee:
Beim oft in die Wunde gelegten Zeigefinger gab es Zustimmung, aber meist nur das weiter so.
Besonders in Erinnerung blieb die Erfolgsgeschichte Wiederansiedlung des Uhus in Südniedersachen. So gut wie ausgestorben, besiedelte er dann immer weitere Landstriche und heute können wir sagen, er hat überlebt.
Oder der Fledermausschutz im Landkreis und darüber hinaus, der viele positive Aspekte hinterlässt
Nicht zu vergessen das NABU Schutzgebiet Bührener Schedetal, dass schon allein von der Lage her als ein Natur-Juwel zu betrachten ist.
Der Jahrzehnte lange Einsatz für ein mehr an strukturierte Feldraine, mehr Artenvielfalt in unserer Agrarlandschaft ist leider fehlgeschlagen. Die Artenvielfalt nimmt weiter ab und aus meiner Sicht liegt eine Umkehr noch in weiter Ferne.
Die oft gesehene Gleichgültigkeit gegenüber unserer Umwelt, der vorgelebte Egoismus, dazu der nicht so richtig wahr genommene Klimawandel lassen mich schon sehr zweifeln, ob wir die Kurve noch kriegen. Was für eine Erde hinterlassen wir unseren Kindern und Enkeln?
Dafür gab es aber hunderte von kleinen Erfolgserlebnissen, positive Begegnungen in der langen Zeit, die durchaus im Rückblick zufrieden und oft glücklich machen konnten.

Sommerlicher Rundgang:
Einladung zu einem Spaziergang durch das Schutzgebiet Bührener Schedetal am Sonntag, den 17. Juli.
Gestartet wird ab 13.30 Uhr, Parkplatz Hundeplatz / Sportplatz.
Auf halber Strecke bieten wir zur Pause Kaffee und Kuchen mit Kaltgetränken an. Teller, Besteck und Trinkbecher sollten Teilnehmer mitbringen.
Zur besseren Planung ist eine Anmeldung per Mail notwendig. Freuen uns auf schönes Wetter, rege Teilnahme und netten Austausch.

Schöne Zeit wünscht euch HJH