21.12.2024
Liebe Teilnehmer*Innen,
einmal mehr frage ich mich, wie schnell das Jahr wieder an einem vorbei geflogen ist. Sicherlich tragen dazu auch die unerträglichen Geschehnisse wie Kriege, Hungersnöte, Natur- Katastrophen, Anschläge und stetig steigender Radikalismus mit dazu bei.
Gedanklich davon oft befangen, freue ich mich auf eine besinnliche und schöne Weihnachtszeit und hoffe auf ein friedvolleres Miteinander im Weltgeschehen. Ein besonders herzliches Dankeschön geht zum Ende des Jahres auch an Bernhard Biel, einem langjährigen Weggefährten, der uns von Anfang an im Bührener Schutzgebiet unterstützt hat. Jahrelang, dann bis zu seinem Ausscheiden als erster Vorsitzender beim NABU Northeim hat Bernhard mit ersten Fördermitteln aus der Umweltstiftung Bingo unser Schutzgebiet mit entwickelt. Bernhard auf dem unterem Bild links beim Pflanzen des ersten Patenschaftsbaum im Baum und Naturlehrpfad.

Manchmal haben wir unser Beratungsbüro nach Draußen getragen, wie hier am Parkplatz am Sportplatz, bevor es in das Schutzgebiet Bührener Schedetal geht.

Lieber Bernhard, wir hoffen, dass wir uns bei der einen oder anderen Aktion mal wiedersehen.
Fünf Jahre ist es nun her, dass sich eine Gruppe gleichgesinnter gefunden hat um den Förderverein Bührener Schedetal Natur & Artenschutz zu gründen. Ziel war es, eigenständig und weitgehend unabhängig das NABU Schutzgebiet Bührener Schedetal zu fördern und entwickeln. Viel wurde erreicht und Wertgeschätzt auch über die Region hinaus und trotzdem auf der Roten Liste. Mehr dazu im nächstem Rundbrief.
15 Jahre ist es her, als mit den ersten Grundstückskäufen, der Anfang vom NABU Schutzgebiet Bührener Schedetal stand. Ökologische Landwirtschaft, Anlage von Altgrasstreifen und Nahrungstümpel für den Schwarzstorch waren erste Maßnahmen für mehr Artenvielfalt. Weitere sollten Folgen sowie die Gestaltung eines Baum und Naturlehrpfad.
Weitgehend alles zu sehen unter https://foerdervereinbuehrenerschedetal.wordpress.com/baum-undnaturlehrpfad/
Wird immer mal wieder erweitert mit Text und Fotos, im übrigen fast 2000 mal angeklickt.
Ja, 15 Jahre sollten wir 2025 ein wenig feiern und Revue passieren lassen. Der Sportverein Bühren richtet wohl im Mai das landkreisweite Wandern mit andern aus. Hartmut wird bei den Planungen uns vertreten, um Möglicherweise das Schutzgebiet mit einbinden zu können. Für den Spätsommer sollten wir eine öffentliche Rundwanderung planen um das Schutzgebiet in Gänze vor zu stellen. Vielleicht gibt es ja noch Ideen von Euch zum Gestalten unserer Jubiläums-Wanderung.
Mehr dazu im nächsten Rundbrief.

Auf dem Bild zu sehen Kalle und Wolfgang, zwei Weggefährten der ersten Stunden, nach dem Ausstellen eines Schildes vom Bührener Schutzgebiet.

Vergangene Jahre tauchte immer mal wieder ein nicht überall geschätzter Landschaftsplaner auf und verschwand wieder. Scheinbar hat er jetzt an der Schede gefallen gefunden und nur rund vier Kilometer unterhalb vom Schutzgebiet entfernt einen Damm errichtet.

Der Staueffekt hat das Gewässer sehr verändert mit Überflutung angrenzenden Wiesen wovon der Bewirtschafter nicht gerade erfreut ist. Mal sehen ob sich der Biber hier dauerhaft halten kann und wann er im Schutzgebiet seine ersten Spuren hinterlässt.

Mit dem weihnachtlich geschmückten Rathaus aus Uslar möchte ich mich bei allen aktiven Mitarbeiter*Innen ganz herzlich Bedanken. Ohne Euch allen wären wir im Schutzgebiet nicht soweit voran gekommen. Ich hoffe wir sehen uns im nächsten Jahr bei der einen oder anderen Aktion wieder.
Allen gemeinsam mit euren Familien wünsche ich besinnliche und frohe Weihnacht und einen guten Start in das neue Jahr.

Schutzgebietsbetreuer und erster Vors. HJH
1.10.2024
Liebe Teilnehmer*Innen,
ja, da bin ich schon wieder mit Neuigkeiten aus meinen Mitteilungsstau.
Der Tierschutzverein aus Deiderode hatte verschiedene Vereine und Verbände aus dem Bereich des Tier und Artenschutzes eingeladen. Höfe hatten geöffnet und die verschiedenen Gruppen konnten sich mit ihren Info Ständen präsentieren. Wir vom Förderverein hatten gemeinsam mit dem NABU Göttingen einen Stand mit Schwerpunkt Fledermausschutz. Weitergehende Information gab es von Renate, Peter und Till. Es war den ganzen Tag ein reges Treiben und der Veranstalter war zum Schluss durchaus zufrieden und wir natürlich auch.
Einen ähnlichen Info Stand hatten wir letzten Monat in Ellershausen aufgebaut. Hier hatte der Kreissportbund seine Veranstaltung „Wandern mit Andern“ durchgeführt. Ausrichter für die rund 450 Teilnehmer*Innen war der hiesige Sportverein, der das alles sehr gut organisiert hatte. Bei unseren Stand waren Kristin und Bernhard und später noch Sabine unterstützend dabei.
Letztes Jahr waren wir ja im Bührener Schedetal. Dieses Jahr gab es das jährliche Treffen der Schutzgebietsbetreuer von der NABU – Stiftung Nationales Naturerbe in Brandenburg bei Gollenberg OT Stölln um das NABU- Naturparadies Dosseniederung kennen zu lernen. Schaut doch mal auf die Webseite von der Stiftung, da findet ihr u.a. auch einen Bericht zum letztjährigen Treffen.
Nach der Ankunft Freitag Nachmittag ging es los mit zwei Fach- Vorträgen. Vorbereitet war danach ein Zusammensein bei leckerem Gegrillten, verschiedenen Salaten, Kaltgetränken, dass beim gegenseitige Austausch bis spät in den Abend hinein dauerte.
Recht früh nach den langen Abend gab es vor der Exkursion eine Einführung vom zuständigen Schutzgebietsbetreuer zu dem Gebiet Dossenniederung, welches wir anschließend besuchten. Ein hochinteressantes Flussniederungsgebiet des Havellandes, geprägt von den Flüssen Dosse und Jäglitz. Insbesondere die Orhnies unter den Teilnehmern waren begeistert.
Und wenn es was zu entdecken gab, waren die Naturschützer sofort dabei.
Unterwegs waren wir auch am unterem Weg im Schutzgebiet mit Balkenmäher und Motorsense. Die Obstbäume mit Infoschilder, die Sitzgruppe und der Weg wurden etwas frei gemäht. Für die recht mühsame Arbeit mit dem Balkenmäher suchen wir noch nach einer altersgerechten Lösung.
Mehrmals unterwegs an unseren Naturteich war Hartmut um immer wieder mal in mühsamer Arbeit die untere Teichwand dicht zu bekommen. Wie es ausschaut hat es geklappt, denn der Wasserstand bleibt stabil.
Unweit vom Schutzgebiet wurde wie es meist schon im Spätsommer allgemein üblich ist der Wegrain gehäxelt, die dort lebende Blindschleiche gleich mit. Kurz, sauber und aufgeräumt muss es sein. Gerade die Feld und Wegraine waren früher die Lebensadern für unsere Artenvielfalt, heute degradiert zum Todesstrang. Sollte diese Unart wirklich notwendig sein, wäre eine Verlagerung knapp nach dem Winter sicherlich eine Option.
Mariechen, was ist denn los, warum umschwirrst du mich denn so aufgeregt, mir ist schon ganz schwindelig.
Du Schutzgebietsbetreuer, siehst du das denn nicht! Meine Lande und Startbahn ist doch zerstört worden. Ach ja, da wurde doch tatsächlich unsere Info Box zerbrochen. Wer da wohl Spass dran hat? Wir werden keine neue Box mehr anbringen, dass Geld sollten wir uns sparen. Mariechen, du kannst doch trotzdem hier landen und weiterhin das Schutzgebiet begleiten.
Schau dir doch lieber mal die Schafbeweidung mit Nachbeweidung durch Pferde, auf unseren Flächen an. Klappt doch richtig gut! Kannst mir ja beim nächsten mal darüber berichten was es interessantes dort gesehen hast. Im übrigen hat mir Marcel zugesagt, am oberen Weg die Sitzbänke frei zu halten. Super, dann brauchst du mir nicht mehr dauernd damit in den Ohren zu liegen, mich endlich bewegen zu wollen.
Bis bald mal wieder Mariechen.
Termin zu unser diesjährigen JHV ist Samstag der 09. November mit Beginn um 18.00 Uhr.
Wie letztes Jahr gehen wir nach Bühren in Utes Weinstube. Die Einladung mit Ablauf für den Abend versende ich wie üblich per Mail. Wenn es technisch und zeitlich möglich ist könnte ich eine Präsentation über 35 Jahre Fledermausschutz im Landkreis Göttingen nach Ende der JHV zeigen.
2025 hat das Bührener Schutzgebiet 15 Jahre Bestand, bzw wurden die ersten Grundstücke gekauft und die Schutzgebiets-Entwicklung eingeleitet. Darüber sollten wir auch auf der JHV sprechen, ob wir uns im nächsten Jahr öffentlich über einen Rundgang präsentieren wollen.
Außerdem ist für den Herbst und Frühjahr noch eine Abschluss Anpflanzung geplant. Konkrete Termine dazu gibt es noch nicht, die Gehölze sind aber bestellt und könnten wohl im November abgeholt werden.
Ich freue mich auf euch zu unserer JHV und wünsche eine gute Zeit euer HJH
15.9.2024
Liebe Teilnehmer*Innen,
nach einer längeren „Schreibpause“ will ich noch von zurück liegenden Aktivitäten berichten. Wir hatten ja über die Umweltstiftung Bingo mehrere Projekte laufen, die allesamt im Mai dieses Jahres ausgelaufen sind. Darunter auch ein Fledermaus- Winterquartier bei Bühren, dessen Eingangstunnel neu aufgebaut wurde. Es war schon recht schwierig und langatmig einen geeigneten Fachbetrieb zur Umsetzung zu bekommen, letztendlich klappte es doch und die Arbeiten konnte beginnen.
Der abgesunkene Tunnel Eingang wurde freigelegt und entfernt und durch einen senkrechten Einstieg neu aufgebaut. Dieser neue Eingangsaufbau führt in ein früher beim Basaltabbau genutzten Bandabzugstunnel. Dieser Betonstollen ist ca 45m lang, breit ca 2,40m und 2,60m hoch.
Neben dem Fledermausschutz wurde dieses Objekt auch geschichtlich aufgearbeitet und zwei Info Tafeln, die speziell dafür angefertigt wurden, informieren über die heutige und frühere Nutzung dieser Anlage.
Schaut einfach mal vorbei!
Am gleichem Ort hatte ich Anfang September eine Fledermaus Exkursion mit zwei Schulklassen von der Schedener Schule. Hier warten wir noch auf Nachkömmlinge, um dann nach den Fledermäusen Ausschau zu halten. Das war schon ein spannendes Gewusele als die ersten Fledermäuse auftauchten und wir auch ihre Rufe hören konnten.
Nach der Mahlzeit wird erst mal gekuschelt. Diese beiden Zwerge habe ich noch flugunfähig bekommen, groß gezogen und dann bei uns frei gelassen.
Dieser Jungfalke aus Göttingen wurde von der Feuerwehr gebracht. Hatte keine Verletzung, konnte aber nicht mehr seiner Familie zugeführt werden. So haben wir ihn groß gezogen.
Nach dem flügge werden und Flugmuskel Training habe ich ihn bei uns an der Voliere frei gelassen.
Gleichzeitig hatte ich sichtbar Futter ausgelegt. Das frei lassen von aufgezogenen Jungtieren ist schon sehr problematisch. Es fehlt einfach der helfende Familienverband, so alleine haben die Tiere kaum eine Chance zum Überleben. Hier hat es geklappt, er hat gleich gelernt, dass hier immer Futter liegt. Gut drei Wochen ist der Falke regelmäßig gekommen bis es immer seltener wurde. Manchmal kommt ein Falke rufend zu unserer Scheune geflogen und ich habe das Gefühl, das ist er. Vielleicht sagt er ja Danke, war schön bei euch.
Wespen Horror oder Wespenschutz.
Viermal bekam ich einen Anruf wegen Unmengen an schwirrenden und stechenden Wespen. Es scheinen auch alle Hoch allergisch gegen Stiche zu sein, was ich auch nicht generell abstreiten möchte. Jeden Standort habe ich mir Vorort angeschaut so wie auf dem Bild in einem Gartenhaus. Gutes Aufklärungsgespräch und Demonstration wie harmlos diese Art der Wespe auch im näheren Umfeld ist, hat überzeugt. Ruhe bewahren, den direkten Nest Bereich weitgehend meiden ist der Schlüssel zum Erfolg. Alle vier Nester konnten bleiben.
Demnächst gibt es mehr zum Bührener Schutzgebiet, Aktivitäten und Planungen.
Viele Grüße von HJH
26.6.2024
Hallo zusammen,
ich bin das Mariechen und komme hier ab und zu mal vorbei um zu schauen was es so neues gibt im Schutzgebiet. Ja, dann kommt doch mal mit auf meinen kleinen Rundflug, es wird sicherlich nicht langweilig werden.
Das hatte ich mehrmals gesehen, fleißige Mitarbeiter*Innen beim Einpflanzen von insektenfreundlichen Gehölzen. Über 100 sollen es in diesem Frühjahr gewesen sein, alles finanziert durch die Bingo Umweltstiftung. Super !! Das habe ich gleich überall rum erzählt und alle haben sich riesig gefreut. Peter hatte mich wohl erkannt bei meinen Erkundungsflug, denn er schaut schon sehr ungläubig.
Die Pause gönne ich Silvia, Hans und Peter aber so richtig und auch dem Schutzgebietsbetreuer, der das alles organisiert und immer ein offenes Ohr für uns hat. Wenn er mit auf ein Foto soll, verschwindet er immer. Schade, es sollte noch mehr von denen geben. Es ist wie bei uns Insekten, es werden immer weniger.
Richtig, richtig gut finde ich, dass in Zukunft kein Kreiselmäher mehr mit hoher Geschwindigkeit über die NABU Wiesen rotiert. Nur wenige von uns konnten dem Messer entkommen. Seit Insekten Gedenken wurden insbesondere die bachbegleitenden Auenwiesen mit Kühen, Pferden, Schafen und Schweinen ab gehütet. Nach und nach wurde die Beweidung weniger und es entstanden immer mehr Mähwiesen, die erst mittels Sense, dann vom Balken- zum Kreiselmäher bewirtschaftet wurden.
Wie mir der Schutzgebietsbetreuer berichtete, ist die Abschnittsweise Beweidung mit Rindern in den unteren Auen Wiesen schon gut gelungen. In den ab und zu auftretenden Rohboden findet auch umher fliegender Wildsamen Platz zum keimen und davon profitieren wir als Insekten. Es wird alles bunter und vielfältiger.
Dann habe ich gesehen, dass endlich mal der Talauenweg gemäht wurde. Dem Schutzgebietsbetreuer hatte ich zwischendurch schon mal Bescheid gegeben, aber das dauert dann immer bis sich da was bewegt. Jetzt ist es sicherlich angenehmer für Besucher und Wanderer und die aufgestellten Bänke laden zum Verweilen ein.
Den guten Feen im Feentunnel hatte ich vorab über die kurzen Mäharbeiten durch den Tunnel informiert. Sie wollten sich in der Zeit zurück ziehen um danach die durch gehenden Menschen weiter zu Belauschen und wispernd durch das Geäst zu schweben.
Mein kleiner Rundflug mit euch war sehr schön und ich hoffe, ich konnte einiges weiter geben was ich so im Schutzgebiet gesehen und erlebt habe. Würde mich freuen, wenn die Unterstützung bei Planungen und Aktivitäten doch zunimmt, denn hier wird einiges getan zur Förderung der Artenvielfalt, insbesondere für mich und meine Verwandten. Dazu gibt es über Info Tafeln reichlich Informationen über die Bäume des Jahres und die Entwicklung von verschiedenen Lebensräumen. Hilfreich ist dabei auch der schöne Flyer, den Isabell gestaltet hat. Wie ich gehört habe, fangen die Planungen nach den Sommerferien an, aktuell ist der Förderverein / NABU mit einem Info Stand beim Sommerfest in Deiderode beteiligt. Geht gerne mal hin, wird sicherlich interessant sein.
Mit bunten Allerlei aus den Wiesen möchte ich mich Verabschieden und sage Tschüss, vielleicht bis zum nächsten Mal. Euer Mariechen
25.4.2024
Liebe Teilnehmer*Innen,
Kunterbuntes vielfältiger Art gab es in den letzten Monaten zu Sehen und Erleben, so u.a. ca. zwei Wochen vor Ostern bei einem Bau und Gartenmarkt. Nicht nur uns Blumen und Gartenliebhaber zieht es jedes Frühjahr zu den verschiedenen Gewächs und Blumenangeboten. Auch verschiedene Insekten besuchen die umfangreiche Blütenpracht der Märkte, so wie hier das beobachtete Taubenschwänzchen. Diese Art ist weit verbreitet und können als Wanderfalter weite Distanzen von mehreren 1000 km zurück legen.
Den letztjährigen Baum des Jahres, die Moorbirke, war in den hiesigen Baumschulen im letzten Herbst nicht zu bekommen, oder sollte an die 200,-€ kosten. Kleiner im Stamm und dadurch erschwinglicher habe ich die Moorbirke im Netz bestellt und im April zwischen die obere Baumreihe gepflanzt. Für den Herbst versuche ich noch den Baum des Jahres 2024, die Mehlbeere zu bekommen, scheint ebenfalls nicht so einfach.
30 Jahresbäume stehen mittlerweile am Rundweg und informieren den Besucher. Schon mehrmals wurde mir gesagt: „Es ist ja sehr interessant und ich wusste ja gar nicht das es so viele Baumarten gibt“.
Die Niedersächsische Bingo Naturschutz- Stiftung unterstützt ein weiteres Mal eine fortführende Anpflanzung für ein „Buntes Schedetal“ Vorab hatte ich die einzelnen Pflanzstandorte mit Fähnchen markiert.
Nachdem wir den ersten Termin im Januar wegen der ungünstigen Wetterlage verschieben mussten, haben sich Caro, Hans und Dirk im März zum Anpflanzen getroffen.
Nach knapp zwei Stunden waren 54 Sträucher in der weichen Erde verstaut und die fleißigen Teilnehmer*Innen konnten sich zum Abschluss mit selbst gebackenen Kuchen und Getränken stärken.
Dazu auch ein Pressebericht von der HNA im Anhang.
Am Dienstag nach Ostern kam ich in das Schutzgebiet um die Restanpflanzung zu markieren. Entsetzt war ich über den Anblick der bachbegleitenen Auen-Wiesen. Obwohl die Wiesen schon seit Wochen weitgehend unter Wasser standen oder sehr nass waren, wurde geschleppt. Tiefe Spuren und aufgerissene Grasnarbe zeugten von wenig Fingerspitzengefühl und habe den Umgang mit den anvertrauten Pachtflächen schon als sehr brutal empfunden.
Üblich ist ja das Abschleppen der Wiesen im Frühjahr dessen Sinn ich noch bei Mähwiesen erkennen kann. Diese NABU Wiesen werden beweidet und es besteht dazu überhaupt keine Notwendigkeit. Auch zum Schutz der hier vorkommenden Amphibien, Insekten, Wiesenameisen und Wiesenvögel sollten solche Maßnahmen unterbleiben.
Der Pächter teilt auf Anfrage mit, dass er nur auf trockenen Wiesenbereichen geschleppt hat!
Meine Wahrnehmung und auch die von mir gemachten Bilder sagen eindeutig gegenteiliges aus. Es ist ja nicht das erste mal, dass ich als Schutzgebietsbetreuer die Erfahrung mache, dass von mir festgestellte Verfehlungen als nicht Wahrheitsgemäß dargestellt und so auch weiter kommuniziert ein mögliches Vertrauensverhältnis nachhaltig schädigt. Diesen respektlosen Umgang habe ich früher anders kennen lernen dürfen und dafür bin ich sehr, sehr DANKBAR!
Ein Auszug meiner gemachten Bilder.
Zum Abschluss noch kunterbuntes aus dem Schedetal.
Für den Spätsommer planen wir eine öffentliche Rundwanderung durch das NABU Schutzgebiet Bührener Schedetal.
In meiner Funktion als Schutzgebietsbetreuer und mit euch vom Förderverein stellen wir Aktivitäten, Umsetzungen und mögliche Planungen vor. Unterhalb des Feentunnel an der Sitzecke bieten wir dann für Teilnehmer*Innen Kaffee, Kuchen, Kaltgetränke, leckeren Fisch und selbst gemachten Honig an.
Alles rund um die Veranstaltung gibt es dann mit der nächsten Rundmail.
Euer Schutzgebietsbetreuer und 1. Vorsitzender HJH
20.02.2024
Liebe Teilnehmer*Innen,
mit der Rasur von 12 kleinen Kopfweiden startete die WhatsApp Gruppe „Aktiv im Bührener Schedetal“ in das Jahr 2024. Kopfweiden haben über Jahrhunderte von Jahren, insbesondere im Auenbereich von Flüssen und Bächen unsere Landschaft geprägt. Nachdem die vielfältige Kopfholznutzung nach und nach weg fiel, verschwanden auch die Kopfbäume weitgehend. Mit zunehmenden Alter entwickeln sich die Kopfbäume zu einem Lebensraum für zahlreiche Tierarten. Den Höhlenreichtum nutzen gut ein Dutzend Vogelarten, verschiedene Säugetiere und rund 180 Insektenarten haben sich auf den Baum spezialisiert.
Siehe auch Beschreibung im Baum & Naturlehrpfad unter Nr. 5.Es gibt nur noch wenige Standorte im Landkreis Göttingen die auch durch das sogenannte „Scheiteln“ erhalten werden.
Mit Handsägen haben wir an 12 Kopfweiden im Bührener Schutzgebiet die ca. drei Jahre alten Triebe abgesägt. Die Äste sollen recht dicht am Kopf entfernt werden, dass fördert mit zunehmenden Alter die Kopf und Höhlenbildung.
Nach gut zwei Stunden war die Schnittaktion beendet und zur Stärkung gab es danach Kaffee und Kuchen mit Zeit für einen kleinen Plausch. Auf dem Bild sind neben Silvia, Dirk und Hartmut auch die beiden Teleskop-Baumsägen zu sehen, die über Fördermittel der Bingo Umweltstiftung gekauft wurden.
Zukünftig bringen wir Verbissschutz um die Bäume aus Weidenmatten an. Diese Matten sind im Baumarkt erhältlich, bestehen aus heimischen Weidenruten und sind mit ganz dünnen Draht verflochten. Leicht lässt sich ein Stück abtrennen, um den Baum legen und mit dünnen Bindedraht locker befestigen. So bleibt der Schutz die notwendigen Jahre am Baum und kann auch dort problemlos verrotten, ganz ohne Plastik.
So sieht das nach ein paar Jahren oft bei Anpflanzungen aus. Für den angebrachten Kunsstoffschutz interessiert sich meist keiner mehr und belastet nachhaltig die Umwelt. Gesammelte Werke bei meinen Spaziergängen am Bramwald.
Bei einer Kontrolle des Eisvogelbrutkasten zeigen Spuren im Brutkessel, das dort wohl unterschiedliche Besucher den inneren Kasten inspiziert haben. Da sind wir ja sehr gespannt, ob wir das raus bekommen, wer hier so neugierig war, oder das Wohnungsangebot zur Familienplanung annimmt.
Die anhaltenden Regenfälle haben den Bachlauf kurz vor der Brücke stark in Bewegung gebracht. Ein lang gezogener Prallhang wurde ausgewaschen und eine sanderdige Insel auf geschwemmt. Fehlende Gehölz- Strukturen die u. a. zur Uferbefestigung dienen können fehlen hier ganz. Durch diese Eigendynamik entstehen plötzlich neue kleinteilige Lebensräume für verschiedene Spezialisten, die am oder im Gewässer vor kommen.
Artenschutz mit Gebäuden wurde auch hier an der Werra-Realschule Münden durch den Landkreis Göttingen umgesetzt. Nach meiner Begutachtung der Gebäude habe ich Vorschläge für Artenhilfsmaßnahmen unterbreitet. Es wurden Maßnahmen für Mauersegler und Fledermäuse umgesetzt, wie auf dem unteren Bild zum Teil dargestellt.
Termin für euren Kalender: Samstag den 16. März wollen wir uns treffen, um weitere Gehölze für ein Kunterbuntes Schedetal zu pflanzen. Verschiedene Bäume und Büsche sollen weitgehend am Gewässerrandstreifen der Schede eingepflanzt werden. Treffpunkt ist die Sitzecke unterhalb des Feentunnel um 13.30 Uhr. Teilnehmer*Innen sollten Handschuhe und falls vorhanden, Spaten mit bringen. Zum Abschluss gibt es Kaffee & Kuchen, bitte Trinkbecher selbst mit bringen.
Bei anhaltenden Regen fällt die Aktion aus und wird neu festgelegt. Weiter Sagen! Der genaue Termin für den Umbau am untererdigen Fledermausstollen bei Bühren Festplatz / Automobilstellplatz, steht noch nicht fest. Liegt so Ende März, Anfang April. Die Bingo Umweltstiftung wollte zu der Aktion ein Fernsehteam schicken. Da bin ich ja mal gespannt, ob wir das alles gut geregelt bekommen. Wir hatten ja auf der letzten JHV mal darüber gesprochen einen möglichst regelmäßigen und offenen Gruppenabend zu organisieren. Ein erstes Treffen könnte am Freitag der 19. März oder der folgende Samstag ab 19 Uhr sein und der Tagungsort Utes Weinstube nach Absprache. Da könnte ich z. B. einen Powerpoint Vortrag über das Schutzgebiet zeigen und erläutern. Dafür sehe ich im Moment technisches Problem, da ich nur die nötige Leinwand habe und keinen Beamer. Vielleicht kann wer helfen oder organisieren
Eine schöne Zeit wünscht euch HJH